Er will einfach keine Fahrt aufnehmen der Wahlkampf. Sie ducke sich weg, die Teflonkanzlerin, klagt die SPD. Der Bürger ist angeödet. Er macht Beliebigkeit als Leitprinzip aus und traut “den Politikern” ohnehin nicht mehr über den Weg.
Dabei ist weder die Inhaltslosigkeit der Wahlprogramme noch die fehlende Richtungsentscheidung Hauptschuld an der Apathie des Wahlvolks, es ist der bereits bekannte Ausgang der zentralen Wahlfrage, der Kanzlerfrage.
Es bedarf keiner prophetischen Gabe. Das Kabinett Merkel II wird kommen, so oder so. Als Schreckgespenster taugen Große Koalion und schwarz-gelbe Koalition gleichermaßen gut bzw. schlecht. Langweilendes großkoalitionäres Mittelmaß vs. mutmaßlich größere Wirtschaftshörigkeit. Diese Drohbilder locken kaum einen Hund hinter dem Ofen hervor. Nicht unbedingt eine Hilfe zur Wahlentscheidung also.
Natürlich, der nächste Monat wird noch Zuspitzung bringen. Finanzhaie und Atompilze werden erneut um Aufmerksamkeit ringen. Doch als politikinteressierter Beobachter weiß man am Ende selbst nicht, welches Ergebnis Deutschlands Demokratie wohl besser anstehen würde.
Diese Wahl steht vor allem im Zeichen einer derart geschwächten SPD, dass sie erstmals seit Jahrzehnten keinerlei auch noch so kleine Chance auf das Kanzleramt ausmachen kann. Ebenso gut könnte sich Guido Westerwelle abermals zum Kanzlerkandidaten ausfrufen lassen.
Fast fragt man sich, ob man der SPD nicht eine Rekonvaleszenz in der Opposition wünschen solle und einen Neuanfang ohne Steinmeier und Heil. Eine schwarz-gelbe Regierung verspräche zumindest wieder eine stärkere politische Polarisierung. Doch will man diese in Zeiten der größten bundesrepublikanischen Wirtschaftskrise?
Hoffnung auf mittelfristige Bewegung gibt es immerhin auf dem Feld möglicher Koalitionspaarungen. Ob große oder schwarz-gelbe Koalition, die nächste Regierungskonstellation wird auf jeden Fall die Suche nach Alternativmodellen befeuern. Und vielleicht kommt in dieser Diskussion schon nach den Landtagswahlen am kommenden Sonntag in Sachsen, im Saarland und in Thüringen Fahrt auf. Für den gelangweilten Wähler versprechen die Wahlen dort, als auch die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen jedenfalls etwas Schwung ins träge Wahlkampfgetriebe zu bringen. Ob dies das Fernsehduell vermag, das am 13. September mal wieder medial aufgebläht zwischen der Kanzlerin und ihrem Stellvertrer stattfinden wird, das bleibt dahingestellt. Angesichts der im Minus-Bereich dahin dümpelnden Spannungskurve dieses Wahlkampfes wäre es sicher zu wünschen…
Dabei ist weder die Inhaltslosigkeit der Wahlprogramme noch die fehlende Richtungsentscheidung Hauptschuld an der Apathie des Wahlvolks, es ist der bereits bekannte Ausgang der zentralen Wahlfrage, der Kanzlerfrage.
Es bedarf keiner prophetischen Gabe. Das Kabinett Merkel II wird kommen, so oder so. Als Schreckgespenster taugen Große Koalion und schwarz-gelbe Koalition gleichermaßen gut bzw. schlecht. Langweilendes großkoalitionäres Mittelmaß vs. mutmaßlich größere Wirtschaftshörigkeit. Diese Drohbilder locken kaum einen Hund hinter dem Ofen hervor. Nicht unbedingt eine Hilfe zur Wahlentscheidung also.
Natürlich, der nächste Monat wird noch Zuspitzung bringen. Finanzhaie und Atompilze werden erneut um Aufmerksamkeit ringen. Doch als politikinteressierter Beobachter weiß man am Ende selbst nicht, welches Ergebnis Deutschlands Demokratie wohl besser anstehen würde.
Diese Wahl steht vor allem im Zeichen einer derart geschwächten SPD, dass sie erstmals seit Jahrzehnten keinerlei auch noch so kleine Chance auf das Kanzleramt ausmachen kann. Ebenso gut könnte sich Guido Westerwelle abermals zum Kanzlerkandidaten ausfrufen lassen.
Fast fragt man sich, ob man der SPD nicht eine Rekonvaleszenz in der Opposition wünschen solle und einen Neuanfang ohne Steinmeier und Heil. Eine schwarz-gelbe Regierung verspräche zumindest wieder eine stärkere politische Polarisierung. Doch will man diese in Zeiten der größten bundesrepublikanischen Wirtschaftskrise?
Hoffnung auf mittelfristige Bewegung gibt es immerhin auf dem Feld möglicher Koalitionspaarungen. Ob große oder schwarz-gelbe Koalition, die nächste Regierungskonstellation wird auf jeden Fall die Suche nach Alternativmodellen befeuern. Und vielleicht kommt in dieser Diskussion schon nach den Landtagswahlen am kommenden Sonntag in Sachsen, im Saarland und in Thüringen Fahrt auf. Für den gelangweilten Wähler versprechen die Wahlen dort, als auch die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen jedenfalls etwas Schwung ins träge Wahlkampfgetriebe zu bringen. Ob dies das Fernsehduell vermag, das am 13. September mal wieder medial aufgebläht zwischen der Kanzlerin und ihrem Stellvertrer stattfinden wird, das bleibt dahingestellt. Angesichts der im Minus-Bereich dahin dümpelnden Spannungskurve dieses Wahlkampfes wäre es sicher zu wünschen…


1 Kommentare:
Es wäre der SPD anzuraten statt eines unglaubwürdigen "Steinmeier for Kanzleramt"-Wahlkampfes verstärkt einen schwarz-gelb-Verhinderungswahlkampf zu fahren. Das wäre ehrlicher und glaubwürdiger als Luftschlösser aufzuzeichnen.
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