Donnerstag, 13. August 2009

Wahlprognosen für Landtagswahlen

Am 30. August schauen die Augen der Republik ins Saarland, nach Sachsen und nach Thüringen. Für das Saarland liegt eigentümlicherweise seit April keine Wahlumfrage mehr vor. Infratest-Dimap hat aber gestern aktuelle Messwerte für Thüringen und Sachsen veröffentlicht.

Die drei Landtagswahlen sind als Signalgeber für die Bundestagswahl besonders wichtig. Sie werden stark vom bundespolitischen Wahlkampf geprägt und werden noch am Abend des 30. August ihre psychologische Wirkung als Stimmungsgeber entfalten. Schon weil die Wahlkampfteams nichts unversucht sein lassen werden, um die Ergebnisse lautstark in ihrem jeweiligen Sinne zu interpretieren.




Wie so häufig in den letzten Jahren wird der gefühlte Verlierer beider Wahlen trotz bestem Stimmergebnis die CDU sein. In beiden Ländern wird sie ihre Alleinherrschaft verlieren. In Thüringen würde es nicht mal für schwarz-gelb reichen. Und eingedenk der leichten Linkstendenz der Wählerschaft ist eine schwarz-gelbe Mehrheit in Sachsen zumindest noch leicht gefährdet.

Für die SPD wird sich ein seltsames Ergebnis einstellen. Vermutlich wird man in beiden Ländern zulegen können, in Thüringen ein wenig und in Sachsen um knapp 6%. Nun wird man aber auch drittstärkste Partei in beiden Ländern hinter der Linkspartei bleiben. Und eine Erholung der eigenen Stimmen von 9% auf 15% kann man als Volkspartei auch nur schwer als größeren Erfolg verkaufen. Aber die Wahlkampfstrategen wird es freuen, ausgerechnet der Linkspartei einen Batzen Stimmen weggenommen zu haben.

Als wahre Sieger werden sich vor allem Grüne und FDP fühlen können. Nicht nur sind Zuwächse zu erwarten. Im aktuellen Thüringischen Landtag sind auch beide Parteien nicht vertreten. Das wird sich nach der Wahl ändern.

Bleibt noch festzuhalten, dass es nun auch mit der Rechten in Sachsen bergab geht. Die 9,2% der Vorwahlen werden sie nicht wiederholen können und es ist völlig im Rahmen des Möglichen, dass sie an der 5%-Hürde scheitern werden.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

>> In beiden Ländern wird sie ihre Alleinherrschaft verlieren.<<
In Sachsen regiert die CDU mit der SPD in einer großen Koalition (auch wenn sie gar nicht so groß ist).

Florian hat gesagt…

Genau. Alles, was passieren wird, ist, dass in einem Land (Thüringen) die SPD als Juniorpartner in die Regierung darf und im anderen (Sachsen) gegen die FDP ausgetauscht wird.

michael hat gesagt…

ich sollte zur zeit nicht bloggen. mir unterlaufen als peinliche sachfehler.

 
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