Freitag, 4. September 2009

Kinder statt Inder, Teil 2

Dass ist jedenfalls die Assoziation, die Rüttgers neueste Verbalentgleisung auslöst. 2000 hatte Rüttgers mit dieser Parole Wahlkampf gemacht und damit den Rechtsextremen kostenlose Munition geliefert. “Nahe dran an Volksverhetzung”, nennt dann heute der NRW-SPD-Fraktionsvize Ralf Jäger in der Süddeutschen Rüttgers neuesten “Streich”.

Im Unterschied zu den Arbeitnehmern hier im Ruhrgebiet kommen die in Rumänien eben nicht morgens um sieben zur ersten Schicht und bleiben bis zum Schluss da.
Sondern sie kommen und gehen, wann sie wollen, und wissen nicht, was sie tun.

Diese Sätze äußerte der NRW-Ministerpräsident am 26. August auf einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung der CDU in Duisburg.



Die NRW-SPD setzte die Aufnahme bereits zwei Tage später ins Netz.
Dass die Worte erst eine Woche danach Eingang in die Schlagzeilen finden, lässt sich aus dem sich legenden Rauch nach dem Wahlsonntag erklären. So hatte sie Michael Groschke, der NRW-SPD-Generalsekretär, ebenfalls auf seine Homepage gestellt. Der taktische Kommentar aus der SPD-Landesspitze kam freilich erst jetzt – und voilà, die Berichterstattung greift’s mit angemessener Empörung dankbar auf…

1 Kommentare:

Olaf hat gesagt…

Völlig unverständlich wie sich ein Spitzenpolitiker zu solchen Aussagen hinreißen lassen kann. Als Öaterreicher der hier schon seit 10 Jahren lebt und die österreichische Szene kennt kann ich nur sagen dass das ein Stil ist den man eben von Jörg Haider gewohnt war. Da ich Rüttgers nicht für politisch völlig verblödet halte muss er damit ja doch irgendwas bezweckt haben - will er nun die NPD auch noch rechts überholen?

 
Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de